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Tabak
» Gesellschaftliche Kosten und Folgen

In der Schweiz bezieht sich eine Schätzung der mit dem Tabakkonsum zusammenhängenden gesellschaftlichen Kosten auf eine Referenzstudie des Instituts für Wirtschafts- und Regionalforschung (IRER) der Universität Neuenburg für das Jahr 1995 (Vitale et al., 1998). Diese erste Studie wurde 2005 wegen steigender Gesundheitskosten neu aufgelegt. Nach Schätzung dieser Studie beliefen sich die direkten Kosten im Jahr 2000 auf 1.5 Milliarden Franken und die indirekten Kosten auf 4.0 Milliarden Franken (Jeanrenaud et al., 2005).

Im Jahr 2009 wurde eine Studie zur Schätzung der gesellschaftlichen Kosten durch Passivrauchen publiziert (Hauri et al., 2009). Nach dieser Studie betrugen die direkten und indirekten Kosten durch Passivrauchen 252 Millionen Franken im Jahr 2006.

Erstmals wurden für die Schweiz auch die Kosten nichtübertragbarer Krankheiten (non communicable diseases, kurz NCDs) geschätzt. Die WHO geht davon aus, dass ein Teil der NCDs durch Veränderungen des Verhaltens (insbesondere Alkohol- und Tabakkonsum, körperliche Aktivität und Ernährung) vermieden werden könnte (WHO, 2011). Allerdings wurde der jeweilige Anteil dieser spezifischen Risikofaktoren an den allgemeinen Kosten der NCDs bisher nicht separat ausgewiesen (für Details bzgl. der Kosten von NCDs, siehe Wieser et al., 2014).

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