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» Behandlungs- oder Betreuungsnachfrage

GHB/GBL

QuellenMonitoringsystem act-info (2006-2016) für die Betreuungs- und Behandlungsnachfrage für Problemen im Zusammenhang mit GHB/GBL; Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum (STIZ) für die Entwicklung der Informationsanfragen und der Anfragen zu einer Intoxikation durch GHB/GBL.

Die jährliche Anzahl der im Rahmen des Monitoringsystems act-info registrierten Eintritte wegen eines Hauptproblems mit GHB/GBL hat in den letzten Jahren niemals sieben Fälle pro Jahr überschritten (vgl. Tabelle act-info - Anzahl Eintritte wegen eines Haupt- oder sekundären Problems mit dem Gebrauch von GHB/GBL (2006-2016)). Eintritte von Personen mit einem sekundären Problem wegen des Gebrauchs von GHB/GBL waren insbesondere in den letzten Jahren zahlreicher, was wahrscheinlich darauf zurückgeführt werden kann, dass seit 2013 GHB/GBL im Fragebogen explizit abgefragt wird (bis 2012 stammten die Informationen aus offenen Fragen zu Substanzen, die im Fragebogen nicht explizit abgefragt wurden).

Das Monitoringsystem act-info erlaubt nur eine teilweise Darstellung von Trends der Betreuungs- und Behandlungsnachfrage für substanzbezogene Probleme. Einige Institutionen nehmen nicht (oder nur unregelmässig) am Monitoring teil, so dass die genaue Anzahl der jährlich in der Schweiz behandelten Personen unbekannt ist.

act-info - Anzahl Eintritte wegen eines Haupt- oder sekundären Problems mit dem Gebrauch von GHB/GBL (2006-2016)

HauptproblemSekundäres Problem
200625
2007511
200878
200914
201036
2011211
201211
2013064
20142111
20152104
2016569
Anmerkungen:Während die Informationen zu GHB/GBL bis 2012 aus offenen Fragen zu Substanzen, die im Fragebogen nicht explizit abgefragt wurden, stammten, ist die Kategorie "GHB/GBL" seit 2013 explizit im Fragebogen eingeschlossen. Veränderungen über die Zeit sollten aus diesem Grund vorsichtig interpretiert werden.
Quelle:Eigene Berechnungen basierend auf den act-info Daten (2006-2016).

Die Anrufe beim Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrum (STIZ) mit einer Informationsanfrage oder wegen einer Vergiftung werden für jede Substanz erfasst. Das STIZ wurde 1996 erstmals mit einem Fall einer GHB Intoxikation konfrontiert. Die Zahl der Anrufe ist von 1996 bis 2006 stark gestiegen, mit einem Höhepunkt von 90 Anrufen wegen Intoxikation (vgl. Abbildung STIZ - Anzahl Anrufe wegen Intoxikationen und Anfragen für allgemeine Informationen zu GHB und GBL (1996-2009)). Anschliessend ist die Zahl der Anrufe zurückgegangen (2009 ca. 60 Anrufe). Es muss aber beachtet werden, dass die Angaben des STIZ nicht die reelle Zahl der jährlichen GHB Intoxikationen in der Schweiz umfassen und dass nur ein Teil der Einnahmen zu Intoxikationen führt. Da die Art der Datenerhebung jedes Jahr gleich war, können diese Ergebnisse einen Indikator für Trends des Gebrauchs von GHB im letzten Jahrzehnt darstellen. Ebenfalls Rechnung tragen sollte man der besonderen Charakteristik des GHB, das bekanntlich einer Person ohne ihr Wissen verabreicht werden kann, mit der Absicht, sie zu enthemmen oder betäuben.

STIZ - Anzahl Anrufe wegen Intoxikationen und Anfragen für allgemeine Informationen zu GHB und GBL (1996-2009)

STIZ - Anzahl Anrufe wegen Intoxikationen und Anfragen für allgemeine Informationen zu GHB und GBL (1996-2009)
Quelle:Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum.
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