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Alkohol
» An Konsumumstände und -formen gebundene Risiken

Risikogruppen und Risikoverhalten

Ein risikoreicher Alkoholkonsum birgt für die Konsumierenden zahlreiche Probleme. Neben Schwierigkeiten in sozialen Beziehungen und der Familie sind dies auch strafrechtliche Probleme oder Schwierigkeiten in Schule und Beruf bedingt durch die eingeschränkte kognitive Leistungsfähigkeit (für eine Zusammenfassung siehe Gmel et al., 2003). Hinzu kommen teils absichtliche teils unfallbedingte Verletzungen sowie andere eher kurzfristige Probleme wie Gedächtnislücken, Kopfschmerzen oder die Unfähigkeit, den eigenen Verpflichtungen nachzukommen (Rehm et al., 2004; Gmel et al., 2006; Kuntsche et al., 2008; Kuendig, 2009).

Neben den aus dem eigenen Alkoholkonsum erwachsenden Risiken für das Individuum selbst beeinflusst der Konsum von Alkohol auch Dritte. Im Rahmen der CoRolAR-Befragung 2016 wurden Daten zu den Schäden durch alkoholisierte Dritte erhoben, die deutlich machen, dass nahezu jeder zweite Befragte (46.1%) in den letzten 12 Monaten im öffentlichen Raum durch alkoholisierte Fremde belästigt wurde oder Angst vor ihnen hatte. Dabei waren Frauen und Männer etwa gleich häufig betroffen (Marmet & Gmel, 2017). Im privaten Bereich dagegen waren 18.3% der Schweizer Bevölkerung in den letzten 12 Monaten von Vorfällen mit alkoholisierten Dritten (Fremde oder Bekannte) betroffen, wobei Männer (20.0%) häufiger derartige Vorfälle berichteten als Frauen (16.7%).

Im Rahmen der CoRolAR-Befragung 2015 nach ihrem persönlichen Umfeld befragt, antworteten 32.6% der Schweizer Gesamtbevölkerung, mindestens eine Person im Bekanntenkreis zu haben, die Alkoholprobleme hat (Marmet & Gmel, 2015). Dabei waren Verwandte (10.2%) etwa gleich häufig von Alkoholproblemen betroffen wie Freunde (10.1%) oder Bekannte (8.5%).

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