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Alkohol
» Behandlungs- oder Betreuungsnachfrage
QuellenMonitoringsystem act-info (2006-2016).

Die Behandlungsstatistik act-info erlaubt eine Beurteilung der zeitlichen Entwicklung der Anzahl der aufgrund ihres Alkoholkonsums Betreuungssuchenden. Jedoch können die Daten nur als Hinweis für die Entwicklungen herangezogen werden, da nicht alle Beratungsstellen an der Suchstatistik teilnehmen und die Beteiligung der Beratungsstellen über die einzelnen Jahre hinweg schwankt. Um möglichst verlässliche Aussagen zur Entwicklung machen zu können, wurden die folgenden Analysen auf jene Beratungsstellen begrenzt, die zwischen 2006 und 2016 kontinuierlich an der Befragung teilgenommen haben.

Die Anzahl der Behandlungseintritte wegen eines Hauptproblems mit Alkohol hat zwischen 2006 und 2009 etwas zugenommen, seither kann aber eine Abnahme verzeichnet werden. Sie lag weit über den Eintritten wegen des Gebrauchs illegaler Drogen wie Cannabis, Kokain oder Opioide (Abbildung).

Sowohl bei Betrachtung aller Behandlungseintritte (vgl. Abbildung act-info - Anzahl Eintritte mit Hauptproblem Alkohol, nach Geschlecht (2006-2016)) als auch bei Betrachtung der erstmaligen Eintritte (Abbildung) zeigt sich, dass sich mehr als doppelt so viele Männer aufgrund ihres Alkoholkonsums in Behandlung begeben haben als Frauen. Das mittlere Alter zu Beginn eines ambulanten oder stationären Aufenthalts lag 2016 über alle teilnehmenden Institutionen hinweg bei 45 (Männer) bzw. 47 Jahren (Frauen).

act-info - Anzahl Eintritte mit Hauptproblem Alkohol, nach Geschlecht (2006-2016)

Anmerkungen:Nur die Daten von Institutionen wurden berücksichtigt, die zwischen 2006 und 2016 kontinuierlich am Monitoringsystem teilgenommen haben. Dies entspricht 78.4% der zwischen 2006 und 2016 registrierten Fälle bei einer Gesamtbeteiligung der Institutionen von 51.6% (Erhebung zu den Substitutionsbehandlungen ausgenommen).
Quelle:Eigene Berechnungen basierend auf den act-info Daten (2006-2016).

Eine Schätzung im Rahmen des Monitoringsystems act-info ergab für das Jahr 2014, dass sich am gesetzten Stichtag (30.09.2014) circa 500 Personen aufgrund ihres Alkoholkonsums in stationärer Behandlung befanden. Weitere 12'500 wurden in ambulanten Beratungsstellen betreut. Da jedoch weder für den stationären noch für den ambulanten Sektor Vollerhebungen aller Institutionen vorliegen, bieten die genannten Schätzungen nur grobe Richtwerte. Ferner wurden Nutzer niederschwelliger Angebote sowie Personen in Wohnheimen oder Wohngruppen bzw. Psychiatrien nicht berücksichtigt.

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