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Fazit

Die Ergebnisse der CoRolAR-Befragung 2016 ergeben eine Lebenszeitprävalenz für Heroingebrauch von 0.7%, wobei der mindestens einmalige Gebrauch im Leben bei Männern und Personen zwischen 25 und 54 Jahren häufiger ist. Aus derselben Befragung geht hervor, dass die Prävalenz des aktuellen Gebrauchs (mindestens einmal in den letzten 30 Tagen) bei 0.0% liegt. Die Ergebnisse unterschiedlicher Befragungsjahre der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB) deuten auf eine kontinuierliche leichte Zunahme der Lebenszeitprävalenz hin (1997: 0.5% der Gesamtbevölkerung, 2012: 0.8%). Im Allgemeinen ist die Prävalenz des Gebrauchs von Opioiden in der Schweizer Bevölkerung schwierig zu beziffern. Da es sich dabei um eine illegale Substanz handelt, können Betroffene ihr Verhältnis zu dieser Substanz verbergen. Ausserdem erreichen telefonische Befragungen in der Gesamtpopulation nur selten die wegen ihrer Abhängigkeit labil gewordenen oder marginalisierten Personen. So liefern die Ergebnisse solcher Studien zwar keine exakten Zahlen zur Prävalenz, sie stellen jedoch hinreichend leistungsfähige Überwachungsinstrumente zur Aufdeckung von Trendentwicklungen dar.

Basierend auf den Daten des Kantons Zürich schätzten Nordt & Stohler (2006) in einer Studie einen Höhepunkt der Prävalenz des Heroingebrauchs Anfang der 90er Jahren und ab da eine schrittweise Abnahme.

QuellenContinuous Rolling Survey on Addictive Behaviours and Related Risks (CoRolAR) (2011-2016) und Schweizerische Gesundheitsbefragung (SGB) (1992-2012) für die Schweizerische Gesamtbevölkerung; Health Behaviour in School-aged Children (HBSC) (1986-2014) und The European School Survey Project on Alcohol and Other Drugs (ESPAD) (2003, 2007) für Jugendliche. Nordt & Stohler (2006) haben, basierend auf den kantonalen Methadon-Substitutionsbehandlungen, die Prävalenz des Gebrauchs im Kanton Zürich geschätzt.
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