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Opioide
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QuellenTodesursachenstatistik (BFS) für die Schweiz; Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) auf europäischer Ebene.

Für die letzten 20 Jahren zeigen die Daten der Todesursachenstatistik (vgl. Tabelle BFS - Drogenbedingte Todesfälle, nach Alter (1995-2015)) zuerst eine deutliche Abnahme der drogenbedingten Todesfälle um rund zwei Drittel (1995: 376, 2010: 137 Fälle). Seither sind sie relativ stabil geblieben (2015: 132 Fälle). Die Anzahl der Todesfälle liegt bei Männern (Tabelle) höher als bei Frauen (Tabelle).

Wenngleich es nach dieser Erhebung nicht möglich ist, nach den für den Tod verantwortlichen Substanzen zu unterscheiden, kann dennoch angenommen werden, dass ein beträchtlicher Anteil Heroinüberdosen zugeschrieben werden kann. Es soll zudem festgehalten werden, dass es bei diesen Zahlen um direkte Todesursachen geht. So werden Todesfälle wegen einer schrittweisen Verschlechterung des Gesundheitszustands im Zusammenhang mit einem langfristigen Opioidgebrauch nicht oder kaum berücksichtigt.

BFS - Drogenbedingte Todesfälle, nach Alter (1995-2015)

Alter
0-1415-1920-2425-2930-3435-3940-4445-4950-5455-5960-6465-6970-7475+Total
1995.1984102100351275334.2376
1996.12698076461412.261.2320
1997.1338626336237421222255
1998194147503521116231..227
1999.833444439258232.23213
20001630474633301246.124222
2001.623405643281253131.221
2002.3193852362417753334214
2003.6143042463117231325202
2004.81332334628211224218210
2005.8252841534226525213241
2006.911173340301811512.3180
2007.21618313841159651.1183
200817132726433021993333198
2009131517163637162041311171
2010.4815182217211673.33137
2011.2510152021241243243125
2012.396171521161085245121
2013.4881012251917113414126
2014.13991626242681425134
2015.1661217212616105723132
Anmerkungen:Vom BFS registrierte Todesfälle gemäss den ICD-10 Codes F11/F12/F14/F15/F16/F19 (psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide/Cannabinoide/Kokain/andere Stimulanzien/Halluzinogene/multipler Substanzgebrauch und andere psychotrope Substanzen), X42 (akzidentelle Vergiftung durch und Exposition gegenüber Betäubungsmittel und Psychodysleptika [Halluzinogene], andernorts nicht klassifiziert), X62 (vorsätzliche Selbstvergiftung durch und Exposition gegenüber Betäubungsmittel und Psychodysleptika [Halluzinogene], andernorts nicht klassifiziert) und Y12 (Vergiftung durch und Exposition gegenüber Betäubungsmittel und Psychodysleptika [Halluzinogene], andernorts nicht klassifiziert, Umstände unbestimmt).
Quelle:Mitteilung des Bundesamtes für Statistik (BFS: Todesursachenstatistik).

An dieser Stelle soll darauf hingewiesen werden, dass das Bundesamt für Polizei zwischen 1975 et 2008 eine Statistik zur Mortalität wegen Drogengebrauchs geführt hat (Fälle, bei welchen die Polizei involviert war). Aufgrund zunehmender Datenlücken wurde diese Statistik eingestellt.

Detaillierte Angaben zu Personenschäden bei Strassenverkehrsunfällen, die sich unter dem Einfluss von Drogen (inkl. Opioide) ereignet haben, finden sich im Kapitel "Risiken".

Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) veröffentlicht Daten zur Mortalität im Zusammenhang mit Opioidgebrauch. Gemäss den letzten Daten wurden bei 75% aller drogenbedingten Todesfälle in Europa Opioide festgestellt (EBDD, 2014).

Es muss allerdings hinzugefügt werden, dass in etlichen Fällen neben Heroin auch andere Substanzen eingenommen wurden. Somit kann ein beachtlicher Teil der substanzbedingten Todesfälle multiplem Drogengebrauch zugeschrieben werden.

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