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Kokain
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Fazit

Die Prävalenz des Kokaingebrauchs in der Schweizer Bevölkerung ist schwierig zu schätzen, da Bevölkerungsbefragungen mit Einschränkungen verbunden sind. Der Umstand, dass es sich um eine illegale Substanz handelt, kann dazu führen, dass betroffene Personen bei genauen Angaben zu ihrem Gebrauch zurückhaltend sind. Zudem sind marginalisierte Gruppen nur schwer per Telefon erreichbar. Man kann daher von einer Unterschätzung der im Rahmen von Befragungen in der Allgemeinbevölkerung erhaltenen Prävalenzen ausgehen. Da diese Verzerrungen mit hoher Wahrscheinlichkeit konstant sind, erlauben solche Studien dennoch, die Entwicklung des Kokaingebrauchs in der Bevölkerung zu verfolgen.

Basierend auf der Schweizerischen Gesundheitsbefragung, der CoRolAR-Befragung und den Befragungen HBSC und ESPAD scheint der Anteil der Personen, die Kokain nehmen, relativ gering zu sein, allerdings liegt er deutlich höher als der Anteil der Personen, die Heroin nehmen. In der Bevölkerung ab 15 Jahren sind Männer stärker betroffen als Frauen. Bei 15-jährigen Schülerinnen und Schülern bewegt sich die Lebenszeitprävalenz des Kokaingebrauchs je nach Geschlecht und Jahr zwischen 1% und 3%.

QuellenContinuous Rolling Survey on Addictive Behaviours and Related Risks (CoRolAR) (2011-2016) und Schweizerische Gesundheitsbefragung (SGB) (1992, 1997, 2002, 2007, 2012) für die Gesamtbevölkerung; Health Behaviour in School-aged Children (HBSC) (1986, 1994, 1998, 2002, 2006, 2010, 2014) und The European School Survey Project on Alcohol and Other Drugs (ESPAD) (2003, 2007) für Jugendliche; Mathieu, 2010 und das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs (Eawag) für die Abwasseranalysen.
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