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Schlaf- und Beruhigungsmittel
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Fazit

Die aktuellsten Daten (CoRolAR 2016) zeigen, dass 9.5% der befragten Frauen und 5.3% der Männer während der letzten 30 Tage vor der Befragung Schlaf- oder auch Beruhigungsmittel genommen haben. Die Häufigkeit des Gebrauchs steigt deutlich mit dem Alter, von 1.8% bei den 15- bis 19-Jährigen auf 18.4% bei Personen ab 75 Jahren.

Die Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB) deuten ebenfalls darauf hin, dass der Anteil an Personen, die Schlaf- oder Beruhigungsmittel einnehmen, mit dem Alter ansteigt. Dieser Anstieg ist für Schlafmittel stärker ausgeprägt als für Beruhigungsmittel und Frauen greifen unabhängig vom Alter häufiger darauf zurück als Männer. Gemäss der SGB hatten die meisten Personen, die täglich Schlaf- oder Beruhigungsmittel einnahmen, eine ärztliche Verschreibung.

Die Resultate der ESPAD Studie deuten darauf hin, dass die Lebenszeitprävalenz von Schlaf- bzw. Beruhigungsmittelgebrauch ohne ärztliche Verschreibung bei 15-jährigen Schülerinnen und Schülern zwischen 2003 und 2007 zugenommen hat. Parallel dazu zeigen die Ergebnisse der HBSC-Befragung, dass sich die Lebenszeitprävalenz betreffend die Medikamente, die genommen werden um sich zu berauschen, seit 1994 je nach Geschlecht und Jahr zwischen 1% und 4% bewegte. Aufgrund der geringen Fallzahlen sollten Veränderungen über die Zeit vorsichtig interpretiert werden.

QuellenContinuous Rolling Survey on Addictive Behaviours and Related Risks (CoRolAR) (2016) mit zusätzlich einem spezifischen Modul zum Gebrauch von Benzodiazepinen (Januar bis Juni 2014) und Schweizerische Gesundheitsbefragung (SGB) (1992, 1997, 2002, 2007, 2012) für die Schweizerische Gesamtbevölkerung; Health Behaviour in School-aged Children (HBSC) (1994, 1998, 2002, 2006, 2010, 2014) und The European School Survey Project on Alcohol and Other Drugs (ESPAD) (2003, 2007) für Jugendliche.
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