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Multipler Substanzgebrauch
» Behandlungs- oder Betreuungsnachfrage
QuellenMonitoringsystem act-info (2004-2015).

Im Monitoringsystem act-info existiert seit 2013 eine Kategorie für ein Hauptproblem "multipler Substanzgebrauch" gemäss ICD-10 (falls mehr als eine Substanz massgeblich für den Eintritt verantwortlich war). Davor konnte der Gebrauch mehrerer Substanzen nur durch die eingehende Betrachtung der sekundären Probleme geschätzt werden.

Im Jahr 2015 gaben 16.1% der Personen, die eine Behandlung wegen Substanzgebrauchs begannen, multiplen Substanzgebrauch als Grund für den Eintritt an (Männer: 16.5%, Frauen: 14.9%).

Etwas mehr als vier von fünf Personen, die eine Behandlung wegen eines Hauptproblems mit Opioiden oder Kokain begannen, gaben an, Probleme mit einer oder mehreren sekundären Substanzen zu haben. Dieser Anteil nahm zwischen 2004 und 2012 ab (Tabelle). Bei Personen, die ihre Behandlung wegen eines Hauptproblems mit Alkohol oder Cannabis begannen, lag der Anteil derjenigen mit einem Problem mit mehr als einer Substanz bei etwas mehr als 50%. Dieser Anteil blieb zwischen 2004 und 2012 relativ stabil. Der Rückgang, der für alle vier Substanzen seit 2013 beobachtet werden kann, kann höchstwahrscheinlich auf Änderungen des Fragebogens zurückgeführt werden.

Das Monitoringsystem act-info erlaubt nur eine teilweise Darstellung von Trends zu den Betreuungs- und Behandlungseintritten. Einige Institutionen nehmen nicht (oder nur unregelmässig) am Monitoring teil, so dass die genaue Anzahl der jährlich in der Schweiz behandelten Personen unbekannt ist.

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