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Amphetamine, Ecstasy und ähnliche Stimulanzien
» Prävalenz

Fazit

Die Ergebnisse der CoRolAR-Befragung lassen darauf schliessen, dass die Anteile der Personen, die in den letzten 12 Monaten Amphetamine, Ecstasy oder ähnliche Stimulanzien genommen haben, relativ gering sind. Insgesamt haben in 2016 0.5% der Befragten angegeben, Ecstasy genommen zu haben und 0.8% Speed oder andere Amphetamine (2015). Für beide Substanzgruppen zeigt sich deutlich, dass mehr Männer als Frauen sowie Personen zwischen 20 bis 34 Jahren einen solchen Gebrauch angeben.

Die Resultate der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB) von 1997 bis 2012 zeigen ebenfalls, dass Männer und junge Erwachsene häufiger schon Ecstasy eingenommen haben als andere Teile der Bevölkerung. Ferner zeigen die Resultate der SGB einen Anstieg der Lebenszeitprävalenz des Ecstasygebrauchs zwischen 1997 und 2012 (von 1.0% auf 2.6%), was auf das Auftreten eines neuen Phänomens in der Vergangenheit hindeutet, wobei sich der Gebrauch über die Jahre dennoch in Grenzen hält. Da diese Substanzen relativ neu sind, handelt es sich dabei wahrscheinlich um eine Kumulierung. Das heisst, der Anteil der Personen, die angeben, mindestens einmal in ihrem Lebens Ecstasy genommen zu haben, nimmt logischerweise von einer Befragungswelle zur nächsten zu, ohne dass sich der jährliche Anteil der neuen Fälle erhöht.

Umfragen bei Jugendlichen weisen darauf hin, dass der Gebrauch von Amphetaminen in den letzten Jahren relativ gering geblieben ist.

QuellenContinuous Rolling Survey on Addictive Behaviours and Related Risks (CoRolAR) (2011-2016) und Schweizerische Gesundheitsbefragung (SGB) (1992, 1997, 2002, 2007, 2012) für die Gesamtbevölkerung (es gilt festzuhalten, dass Fragen zum Gebrauch von Amphetaminen seit 2002 nicht mehr gestellt werden); The European School Survey Project on Alcohol and Other Drugs (ESPAD) (2003, 2007) und Health Behaviour in School-aged Children (HBSC) (1986, 1994, 1998, 2002, 2006, 2010, 2014) für Jugendliche; das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs (Eawag) für die Abwasseranalysen.
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