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Amphetamine, Ecstasy und ähnliche Stimulanzien
» Marktbezogene Aspekte und Regulierungen

Verzeigungen & Zollkontrollen

QuellenDie Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für die Verzeigungen.

Die Entwicklung der Anzahl der Verzeigungen von Amphetaminen und ähnlichen Stimulanzien ist mit Vorsicht zu interpretieren, denn viele marktbezogene (Handelsvolumen, Zerschlagung von Beschaffungswegen, Anzahl Personen mit Einnahme, usw.) wie auch strukturelle Faktoren (Änderungen in der Politik bzgl. Kontrolle und strafrechtlicher Verfolgung) haben einen Einfluss auf die jährliche Anzahl der Verzeigungen.

Daten zum Umfang der Beschlagnahmungen von Amphetaminen liegen derzeit keine vor.

Die Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik zeigen in den 90er Jahren eine deutliche Zunahme der Anzahl der Verzeigungen für einen Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz wegen Stimulanzien wie Amphetaminen oder Ecstasy, im Anschluss eine Abnahme bis Anfang der 2000er Jahre (vgl. Abbildung BFS - Betäubungsmittelgesetz: Verzeigungen wegen Gebrauchs von Amphetaminen oder ähnlichen Stimulanzien (1990-2016)). Danach können je nach Substanz voneinander abweichende Tendenzen beobachtet werden. Während die Anzahl der Verzeigungen wegen Ecstasygebrauchs zwischen 2000 und 2010 tendenziell abnahm, nahm diejenige wegen Amphetamingebrauchs stetig zu. Die Zunahme war so stark, dass die Anzahl der Verzeigungen wegen Amphetamingebrauchs deutlich häufiger waren als die wegen Ecstasygebrauchs. Seit 2010 ist, sowohl bei den Amphetaminen als auch bei Ecstasy erneut ein Aufwärtstrend erkennbar (2016: 2'030 Fälle resp. 1'272 Fälle). Seit 2013 überschreiten die Verzeigungen wegen Amphetamin- und Ecstasygebrauchs zusammen genommen den Stand von 1996, was ein Wiedererstarken des Interesses an diesen Subtanzen unterstreicht. Diese Entwicklung kann auch anhand anderer Indikatoren beobachtet werden (siehe Prävalenz und Behandlungs- und Betreuungsnachfrage). Seit 2002 zeigt sich ebenfalls eine stetige Zunahme der Anzahl der Verzeigungen wegen Methamphetamingebrauchs (2016: 541 Fälle). Alle drei Substanzen zusammengenommen, erreichten die Verzeigungen für den Gebrauch von Amphetaminen und ähnliche Stimulanzen 2016 die höchste jemals registrierte Anzahl.

BFS - Betäubungsmittelgesetz: Verzeigungen wegen Gebrauchs von Amphetaminen oder ähnlichen Stimulanzien (1990-2016)

Anmerkungen:* Im Jahr 2009 erfolgte eine grundlegende Änderung der Methode der Datenerhebung und der Darstellung der Statistiken; siehe Medienmittelung des BFS dazu. Gleichwohl sind die Daten im Ganzen vergleichbar und erlauben, Entwicklungen zu verfolgen. Allerdings werden seit 2009 vom BFS keine Daten mehr bezüglich des Handels zur Verfügung gestellt.
Quelle:Polizeiliche Kriminalstatistik (BFS)
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